Von Gmail zu mello umziehen
Leite zuerst neue Mails von Gmail weiter, damit dir während des Umzugs nichts entgeht, und kopiere dann alte Mails, Kontakte und Kalender zu mello. Dabei wird in Gmail nichts gelöscht.
Bevor du anfängst
- Eine mello-Adresse. mello gibt es vorerst nur auf Einladung: Fordere eine Einladung an und melde dich einmal unter mail.mello.mx an.
- Einen Computer mit Thunderbird oder Apple Mail. Damit kopierst du Mails von einem Konto ins andere. Beide sind kostenlos, und die Konten kannst du danach wieder entfernen.
- Zeit. Die Weiterleitung dauert fünf Minuten. Das Kopieren der Mails dauert je nach Menge ein paar Minuten bis einige Stunden.
Neue Mails weiterleiten
Lass Gmail zuerst alles, was ankommt, an mello weiterschicken. So können dir andere während des Umzugs weiter an die alte Adresse schreiben.
- Öffne in Gmail das Zahnradmenü und dann Alle Einstellungen aufrufen.
- Öffne den Tab Weiterleitung und POP/IMAP und wähle Weiterleitungsadresse hinzufügen.
- Gib deine mello-Adresse ein. Google schickt einen Bestätigungscode dorthin: Öffne ihn in mello und gib den Code in Gmail ein.
- Wähle Eingehende Nachrichten weiterleiten an deine mello-Adresse, wähle, was Gmail mit seiner eigenen Kopie macht (Gmail-Kopie im Posteingang behalten ist am sichersten), und speichere.
Gmail leitet nur neue Mails weiter, und nicht, was sein Spamfilter abfängt. Schau ab und zu in den Spam-Ordner von Gmail, bis du ganz umgezogen bist.
Alte Mails kopieren
Am einfachsten fügst du beide Konten derselben Mail-App hinzu und ziehst deine Ordner vom einen ins andere. Die App kopiert die Nachrichten, gelesen oder ungelesen, mit Datum und Anhängen.
- Füge in Thunderbird oder Apple Mail dein Gmail-Konto hinzu. Beide melden sich direkt bei Google an, ein App-Passwort brauchst du nicht.
- Füge dein mello-Konto hinzu: deinen Namen, deine mello-Adresse und dein Passwort. Beide Apps finden die Einstellungen von mello selbst. Falls eine danach fragt, stehen sie unten.
- Warte, bis die Ordner von Gmail geladen sind. Wähle dann die Nachrichten eines Ordners aus, zum Beispiel des Posteingangs, und zieh sie in denselben Ordner deines mello-Kontos. Genauso mit Gesendet zu Gesendet in mello.
- Erstelle für jedes Label, das du behalten willst, in mello einen Ordner mit demselben Namen und zieh seine Nachrichten dorthin.
| Server | Port | Sicherheit | |
|---|---|---|---|
| Eingehend (IMAP) | mail.mello.mx | 993 | SSL/TLS |
| Ausgehend (SMTP) | mail.mello.mx | 465 | SSL/TLS |
| Benutzername | deine mello-Adresse |
Dieselben Einstellungen findest du im mello-Webmail unter Einstellungen → Zugriffe.
Labels, archivierte Mails und große Postfächer
- Aus Labels werden Ordner. In einer Mail-App erscheint jedes Gmail-Label als Ordner, und eine Nachricht mit zwei Labels erscheint in beiden. Kopierst du ein Label nach dem anderen, wird eine Nachricht mit zwei Labels zweimal kopiert.
- Archivierte Mails liegen in „Alle Nachrichten“. Was du in Gmail archiviert hast, hat kein Label mehr und liegt nur in [Gmail] → Alle Nachrichten. Dort liegt aber auch alles andere: Kopiere den Ordner deshalb zuletzt, in einen eigenen Ordner wie Archiv, wenn du dein Archiv mitnehmen willst.
- Große Postfächer brauchen Zeit. Gmail begrenzt, wie viel eine Mail-App pro Tag herunterladen kann. Bricht das Kopieren bei einem sehr großen Postfach ab, starte es am nächsten Tag neu: Die App macht dort weiter, wo sie aufgehört hat.
Oder mit einer Datei aus Google Takeout
Wenn du lieber alles auf einmal herunterlädst, macht Google Takeout eine Datei aus deinem ganzen Postfach.
- Geh auf takeout.google.com, wähle Auswahl aufheben, dann nur Mail, und erstelle den Export.
- Google schickt dir einen Link, sobald er fertig ist, nach ein paar Minuten bis zu einem Tag. Der Download enthält eine .mbox-Datei.
- Wähle in Apple Mail Ablage → Postfächer importieren, dann Dateien im mbox-Format, und wähle die Datei. In Thunderbird macht das Add-on ImportExportTools NG dasselbe.
- Die importierten Mails liegen nun auf deinem Computer: Zieh sie wie oben in dein mello-Konto.
Takeout packt jede Nachricht in eine einzige Datei, mitsamt Labels; in Ordner sortierst du sie danach.
Kontakte mitnehmen
- Geh auf contacts.google.com und wähle im Menü links Exportieren.
- Wähle, welche Kontakte (alle oder ein Label), dann vCard (für iOS-Kontakte), und exportiere. Du bekommst eine .vcf-Datei.
- Öffne im mello-Webmail Kontakte, wähle Importieren und dann die Datei.
Eine Datei darf bis zu 5.000 Kontakte enthalten und bis zu 5 MB groß sein. Kontakte mit einer E-Mail-Adresse, die schon in deinen mello-Kontakten steht, werden übersprungen: Die gleiche Datei zweimal zu importieren, schadet also nicht.
Den Kalender mitnehmen
Google exportiert deine Kalender als .ics-Dateien. Das mello-Webmail kann sie noch nicht öffnen, deshalb importierst du sie über eine Kalender-App, in der dein mello-Konto eingerichtet ist. Das dauert eine Minute.
- Öffne in Google Kalender das Zahnradmenü, dann Einstellungen → Importieren & exportieren, und wähle Exportieren. Du bekommst eine ZIP-Datei mit einer .ics-Datei pro Kalender: Entpacke sie.
- Füge dein mello-Konto einer Kalender-App hinzu:
- Auf einem Mac: Öffne Systemeinstellungen → Internetaccounts → Account hinzufügen → Anderen Account hinzufügen, wähle CalDAV-Account und gib deine mello-Adresse, dein Passwort und den Server
mail.mello.mxein. Details stehen in iPhone oder Mac einrichten. - In Thunderbird: Füge einen neuen Kalender Im Netzwerk hinzu, mit deiner mello-Adresse und der Adresse
https://mail.mello.mx/.
- Importiere die Datei: in Apple Kalender mit Ablage → Importieren, in Thunderbird mit Extras → Importieren → Kalender. Wähle deinen mello-Kalender, wenn danach gefragt wird.
Die Termine erscheinen sofort im Kalender von mello und auf allen Geräten, die du eingerichtet hast. Bereits beantwortete Einladungen behalten ihre Gäste, aber die Kalender anderer kennen deine neue Adresse nicht: Sie schicken Änderungen weiter an Gmail, und Gmail leitet sie weiter.
Die neue Adresse weitergeben
Die Weiterleitung fängt deine Mails vorerst auf. Stell in den nächsten Wochen um, was wichtig ist:
- Die Leute, denen du am meisten schreibst. Eine kurze Nachricht genügt, oder antworte einfach aus mello: Deine neue Adresse geht mit jeder Nachricht mit.
- Konten, bei denen du dich per E-Mail anmeldest: Bank, Mobilfunkanbieter, Shops, Tools für die Arbeit. Ändere die Adresse jeweils in den Einstellungen. Fang mit denen an, die Passwort-Links schicken.
- Newsletter, die du behalten willst. Melde dich mit der neuen Adresse neu an. Für Anmeldungen, die nicht an deiner echten Adresse hängen sollen, nimm eine private Adresse.
Kommt eine weitergeleitete Nachricht in mello an, steht in der Zeile An noch deine Gmail-Adresse. Jede ist eine Erinnerung an einen Absender, den du noch umstellen musst.
Dein altes Konto
Lass die Weiterleitung ein paar Monate an: An alte Adressen kommen noch lange nach dem Umzug vereinzelt Mails. Wenn es in Gmail still geworden ist, kannst du die Weiterleitung ausschalten oder das Konto schließen, wenn du willst. Dein Google-Konto selbst (und YouTube, Drive oder Android) braucht Gmail nicht, um weiter zu funktionieren.